Deutsche Literatur
Will man sich auf die Spurensuche der
Deutschen Sprache machen, wird man einer Unmenge Literatur begegnen, in der mit fachlicher Präzision, aber auch mit
poetischer Gewandtheit unsere schöne Sprache minutiös dargestellt und erklärt wird. In diesem kurzen Artikel
befassen wir uns aber nicht mit den großen Persönlichkeiten der deutschsprachigen Literatur, die zweifellos der
Sprache den entscheidenden Schliff und die verdiente Verbreitung gebracht haben, als vielmehr mit der
Entstehungsgeschichte der Deutschen Sprache und den Veränderungen, die sie im Verlaufe vieler Jahrtausenden
durchgemacht hat und noch durchmachen wird.
Die meisten Menschen verfügen über einen
Grundwortschatz von 3'000 Wörtern, die sie quasi ohne nachzudenken gebrauchen können. Diese zählt man zum „Aktiven
Wortschatz“. Von weiteren 2'000 Worten kennt man die Bedeutung (oder glaubt sie zu kennen) wenn man sie hört. Diese
gehören in den „Passiven Wortschatz“. Unsere Sprache ist aber noch nicht endgültig erfunden, sondern entwickelt
sich immer weiter. Dabei kommen ganz unbemerkt täglich neue Wörter hinzu: Etwa in den Nachrichten, wenn von
unbekannten Gegenden die Rede ist, oder wenn neue Technologien erfunden werden. Vor ein paar Jahren kannte zum
Beispiel noch niemand den Begriff „Simsen“. Umgekehrt werden viele Wörter auch vergessen: Kaum jemand wird noch
wissen, was eine Streggel ist.
So ist die Sprachentwicklung nicht nur ein
Phänomen das Historiker interessiert, sondern ein Vorgang der heute noch stattfindet. Vermehrt werden dabei
englische Worte eingedeutscht und finden auch Erwähnung im Hauptband des Deutschen Dudens: Streamen, surfen, biken
– leasen, checken, dancen und niemand wird statt einem Cappuccino einen „Kaffee mit Milchschaumhäubchen“ bestellen.
Viele Wörter empfinden wir heute als Deutsch, obwohl auch sie ihren Ursprung in anderen, zum Beispiel der
Lateinischen Sprache haben. so verwundert es nicht, dass beim Studium von Deutsch auch in Latein gewisse Kenntnisse
erwartet werden. Die Deutsche Sprache aber als Flickwerk vieler anderen Sprachen zu bezeichnen wäre falsch. Sie
besitzt eine zu lange Tradition, gilt heute als Weltsprache und wichtige Literatur wurde in Deutsch geschrieben.
Zwar wird Deutsch als Landessprache nur in drei Ländern gesprochen, durch die Wichtigkeit dieser industrialisierten
Länder, findet unsere Sprache aber auch international weite Verbreitung und bewirkt auch anderenorts, dass Worte in
deren Landessprachen übernommen werden. Dem Kindergarten sagt in Amerika zum Beispiel „Kindergarden“, obwohl das
englische Wort für Kinder, „Children“ ist.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass
der größte Teile der Deutschen Sprache einen lateinischen Ursprung hat und im Verlaufe der Entwicklungsgeschichte
in den vergangenen Jahrtausenden durch benachbarte Länder und Sprachen beeinflusst wurde. Die Literatur dient hier
als eindeutiger Zeitzeuge wie der heutige Umgang mit der Sprache und hinterlässt interessante Hinweise über deren
Entwicklung. Das vor 2000 Jahren gesprochene Deutsch ist aber heute kaum mehr zu verstehen und vielleicht wird man
auch heute in 2000 Jahre so viele Begriffe im aktiven Wortschatz ersetzt haben, dass man die Worte wie sie hier
stehen kaum mehr verstehen wird.
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